NIRMI - die "Pure"

Warum es von der NIRMI Babytrage nur ein Modell gibt, nämlich die NIRMI “Pure” und wieso gerade das gut für die Umwelt sein soll, erfährst du in diesem Blog-Post.

2018 waren wir im Hochland von Mexiko mit unseren beiden kleinen Töchtern (natürlich mit Babytrage) unterwegs. Wir besuchten eine traditionelle Weberinnengruppe und verliebten uns in die wunderschönen und außergewöhnlichen Stoffe, die sie in aufwändiger Handarbeit webten und bestickten. Wir beschlossen, diese Frauen zu unterstützen, und so entstand die erste Idee von NIRMI. Wir setzten uns zum Ziel, Produkte zu entwickeln, die Eltern in Europa und weltweit im Alltag verwenden, und die gleichzeitig das einzigartige Kunsthandwerk von Frauen- Mexiko sollte hier erst der Anfang sein - zur Schau stellen. Inspiration für unsere erste Produktidee holten wir uns dabei von unseren eigenen Kindern sowie von den Weberinnen selbst, die ihre Babys und Kinder im Tuch auf dem Rücken tragen. Durch den Verkauf der Impact-Patches wollen wir möglichst viele traditionelle Textilkünstlerinnen auf der ganzen Welt  dabei unterstützen, ihre Lebensbedingungen sowie ihr Selbstwertgefühl durch Anerkennung ihrer kunsthandwerklichen Arbeit zu verbessern und ihren Kindern Zukunftsperspektiven zu bieten.

So wie sie, wollen auch wir unseren Kindern und den Kindern unserer Kinder eine Zukunftsperspektive bieten. Doch das können wir nur, wenn wir nichts unversucht lassen, um die Erde in einem besseren Zustand zu hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben. Dabei können wir Einiges von den Weberinnen im Hochland von Mexiko lernen. Allen voran wie man mit wenig auskommt und wie man das wertschätzt was man hat:

 

Artisan woman from Cancuc community weaving

Foto: Weberin der Cancuc-Community mit Huipil

 

Ihren Huipil- die schmuckvolle Bluse weben und sticken sie selbst, bis zu sechs Monate dauert das. Sie tragen sie zu besonderen Anlässen und auch im Alltag und achten darauf, dass ihre Kleidung lange tragbar bleibt. Das nehmen wir uns bei NIRMI als Vorbild.

Weniger ist weniger

Wir haben uns bewusst dafür entschieden, nur ein Modell zu entwickeln und anzubieten: die NIRMI Pure. Sie ist eine praktische Vollschnallentrage in dezentem Grau, das farblich gut zu allen bunten Patches passt. Sie ist mitwachsend - von Geburt bis zum Kleinkindalter. Damit kommst du mit einer NIRMI gut durch deine Tragezeit. Die Pure gibt es nur zusammen mit einem Patch zu kaufen und wird in begrenzter Stückzahl produziert. Unser Unternehmensziel ist schließlich die Maximierung unseres Social Impacts, nicht maximaler Profit durch Massenfertigung.

 NIRMI Pure ohne Patch

Foto: die Trage "Pure" ohne Patch

Neues Kaufen mit Sinn

Wir finden, etwas Neues kaufen sollte etwas ganz Besonderes, etwas mit Sinn sein. Da kommen unsere Impact Patches ins Spiel. Mit dem Kauf eines neuen Patches gönnst du deiner NIRMI Babytrage ein neues einzigartiges Aussehen. Und du trägst dazu bei ein traditionelles Kunsthandwerk zu erhalten und dazu die Lebensbedingungen von Textilkünstlerinnen zu verbessern.

Regionale Naturstoffe

Wenn wir der Natur schon etwas entnehmen, dann wollen wir das so schonend wie möglich machen. Für uns heißt das auf regionale Naturmaterialien wie Leinen oder Wollfilz zu setzen, die wenig Wasser und Chemie in der Erzeugung brauchen. Damit unterstützen wir auch lokale Unternehmen: Der Stoff unserer Trage besteht etwa aus 100% europäischem Leinen. Diesen beziehen wir von der Leinenweberei Vieböck im Mühlviertel, die speziell für uns einen einmalig weichen und dennoch stabilen Leinendenim in Kreuzköper-Webung webt.

 Elisabeth von NIRMI bei Vieböck

Foto: zu Besuch bei der Weberei Vieböck

Die Qualitäten von Leinen

Leinen wird für seine kühlende Funktion geschätzt. Er absorbiert Feuchtigkeit, so kommst du an heißen Sommertagen oder bei Wanderungen nicht so schnell ins Schwitzen. Durch seine temperaturausgleichenden, schnelltrocknenden und antibakteriellen Eigenschaften ist er aber auch für das Tragen in der kalten Jahreszeit bestens geeignet. Der Flachs  - die Pflanze aus dem Leinen entsteht, wächst auf Feldern in Belgien, Frankreich und den Niederlanden. Flachs ist besonders umweltfreundlich, da er genügsam ist, kaum Dünger oder Schädlingsbekämpfungsmittel und keine künstlichen Bewässerungsanlagen braucht.

Ein Stoff der sich selbst reinigt

Und auch die Füllung der “Pure” ist pure Natur: 100% Wollfilz von österreichischen Schafen, verarbeitet von der Manufaktur Haslach, einem sozialökonomischen Betrieb im oberösterreichischen Mühlviertel. Wollfilz ist ebenso wie Leinen temperaturausgleichend und antibakteriell. Außerdem hat er eine schmutzabweisende Funktion und reinigt sich sozusagen von selbst! 😎 Unser Wollfilz macht unseren Bauchgurt und die Schulterträger fest und stabil und ist daher auch dann noch angenehm, wenn dein Tragekind schon größer und schwerer ist.

Auch bei den restlichen Bestandteilen versuchen wir, wo es geht auf Plastik zu verzichten, ohne bei Sicherheit und Komfort Abstriche zu machen. Alle unsere Gurt- wie auch Gummibänder sind daher gänzlich plastikfrei (aus Baumwolle bzw. Naturkautschuk) und werden in Österreich und Tschechien hergestellt. Ebenso sind alle unsere Labels und Textiletiketten zu 100% aus Baumwolle. Wo es bislang noch keine gleichwertige Alternative gibt, bevorzugen wir recyceltes Plastik bzw. Polyester, wie zum Beispiel beim Nähgarn und den Schnallen.

 Tasche Prototyp grau mit Patch

Foto: Protoyp einer Tasche mit Patch

Ein Leben nach der Tragezeit

Natürlich wissen wir, dass selbst die längste Tragezeit irgendwann ein Ende hat und Babytragen häufig weiterwandern. Zu Verwandten, Bekannten und weniger Bekannten. Mit NIRMI können auch sie das Design ihrer Gebrauchttrage nachträglich verändern und durch den Kauf neuer Patches den Look individuell anpassen und ihre eigene Impact Story schreiben.

Und damit du dein liebgewordenes Patch weiterverwenden kannst, entwickeln wir gerade Folgeprodukte, wie Taschen und Rucksäcke, die wir teilweise aus zurückgenommenen NIRMIs herstellen werden.

Mit diesem exklusiven Einblick sind wir schon wieder am Ende dieses Blog-Posts. Und tatsächlich haben wir es bis hierher geschafft: wir haben das Thema Nachhaltigkeit besprochen, ohne ein einziges Mal „nachhaltig“ zu schreiben. Schließlich ist das was wir darunter verstehen, so selbstverständlich, dass es die unausgesprochene Norm sein muss.